Urs Mannhart, geboren 1975, ist vielseitig: Er war schon Velokurier, Nachtwächter in einem Asylzentrum und Abdichter. Seit 2018 ist er diplomierter Bio-Landwirt; er arbeitet auf einem ökologischen Hof in der Nähe von La Chaux-de-Fonds. Als Reisender und Reporter pflegt Mannhart den literarischen Journalismus – oft mit dem Fotografen Beat Schweizer und für die Zeitschrift Reportagen.
In seinen Romanen stellt er ins Zentrum, welche Herausforderungen unsere Zeit an das ökologische System unserer Erde und an Psyche und Körper ihrer Bewohner:innen – menschlicher wie tierischer – stellt. Tief recherchiert, sprachlich geschliffen, teils mit grotesken Bildern, immer zutiefst empathisch. Am Festival liest er erstmals aus einem Typoskript, dessen Erzählen ihm «als höchst instabil erscheint, was insgesamt, weil es sich um Zeilen handelt, die vermutlich als non fiction zu bezeichnen sind, in deren Natur liegen mag».
Dass das Velo ein durchaus probates Anreisemittel ans Literaturfestival Leukerbad ist, hat Urs Mannhart schon in früheren Jahren bewiesen. Zum Festivaljubiläum nimmt er am Donnerstag vor dem Festival Gleichgesinnte mit auf die erste literarische Velotour – eine Kooperation mit Reportagen.
31. Internationales Literaturfestival Leukerbad: