Dorothee Elmiger
Schweiz
Dorothee Elmiger, 1985 in Wetzikon geboren, lebt als Autorin und Übersetzerin in New York. Sie studierte Literatur in Biel und Leipzig sowie Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Luzern und Berlin. Ihr Debüt Einladung an die Waghalsigen gewann 2010 den Kelag-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Preis.
Immer wieder unterlaufen Elmigers Texte klassische Erzählformen und entziehen sich Gattungsbezeichnungen. Auch in ihrem neusten Roman Die Holländerinnen bleibt Dorothee Elmiger ihrer experimentellen, Linie treu. Um für eine Theaterproduktion zu recherchieren, reist die Erzählerin in den Urwald Panamas. Aus einer Recherche über zwei verschwundene Touristinnen wird eine Auseinandersetzung mit Gewalt, Kulturgeschichte, Angst, dem Monströsen am Menschen. Und mit der Frage, was man überhaupt noch erzählen kann, erzählen darf. Der durchgehend in indirekter Rede verfasste Roman referenziert Werner Herzog, Adorno, Kinski, beim Lesen klingen Bilder aus Aguirre, der Zorn Gottes nach. Es ist ein dichter, vielschichtiger Roman, der 2025 wie kaum ein anderer für Aufsehen sorgte und sowohl mit dem Schweizer, dem Deutschen als auch dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. «Ein faszinierender Trip ins Herz der Finsternis», fasst die Jury des Deutschen Buchpreises zusammen. Fürwahr.
Die Holländerinnen. Roman. Hanser 2025
Aus der Zuckerfabrik. Roman/Essay. Hanser 2020
Schlafgänger. Roman. DuMont 2014
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