Anna Ruchat
Schweiz
Die Schriftstellerin und Übersetzerin Anna Ruchat wurde 1959 in Zürich geboren und wuchs im Tessin auf, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Philosophie und deutsche Literatur in Pavia und Zürich. Ihr literarisches Debüt gab sie mit Übersetzungen von Thomas Bernhard. Seither übersetzte sie zahlreiche weitere Autor:innen wie Friedrich Dürrenmatt, Nelly Sachs oder Paul Celan. Seit 2022 lehrt sie Übersetzung an der Fondazione Unicampus San Pellegrino in Rimini. Mit eigenen Erzählungen trat Ruchat 2004 erstmals in Erscheinung – und wie: Ihr Debüt Die beiden Türen der Welt wurde gleich mit dem Schillerpreis ausgezeichnet. 2019 folgte der Schweizer Literaturpreis für Gli anni di nettuno sulla terra (dt. Neptunjahre).
Mit Vertraute Gespenster legt Anna Ruchat nun ihren ersten Roman vor. Darin entwirrt die Autorin nach und nach ein toxisches Familiengefüge. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, verfolgen die Lesenden eine reiche Schweizer Familie, die gezwungen wird, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Geschichte beginnt wie ein zeitgenössisches Märchen und ist voller Referenzen, die an Anna Ruchats Übersetzungstätigkeit erinnern. Durch geschickte Montagen von Briefen, Notizbucheinträgen und Erzählung schickt Anna Ruchat ihre Lesenden gemeinsam mit der Protagonistin auf die Jagd nach einem Gespenst, über das niemand sprechen will.
Vertraute Gespenster. Roman. Aus dem Italienischen von Barbara Sauser. Limmat 2026
Neptunjahre. Erzählungen. Aus dem Italienischen von Barbara Sauser. Limmat 2020
Schattenflug. Erzählung. Aus dem Italienischen von Maja Pflug und Jacqueline Aerne. Limmat 2012
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