Hemley Boum
Kamerun
Hemley Boum, 1973 im kamerunischen Douala geboren und heute in der Nähe von Paris zu Hause, arbeitete zunächst in der Wirtschaft, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte. Heute gilt sie als die grosse Autorin des kamerunischen Exils: Ihre Romane kreisen um Erinnerung, Kolonialgeschichte, Migration und familiäre Verflechtungen über Generationen hinweg. Boum erzählt die oft mehreren Zeitebenen ruhig, präzise und mit grosser Empathie für ihre Figuren.
In ihrem sechsten Roman Wind, der uns heimträgt, für den sie den Grand Prix Afrique und neun weitere Preise erhielt, stellt sich ein Fischer gegen die grossen Fischereikonzerne und scheitert. Doch als sein in Paris lebender Enkel nach Kamerun zurückkehrt und sich die eigene Geschichte neu erschliesst, schichtet sich Zeit auf Zeit und wir erkennen: Niederlagen sind niemals endgültig. Auch wenn Leben von Krieg, von kolonialer und neokolonialer Herrschaft, von den Mächtigen vernichtet werden, werden unsere Geschichten nicht von ihnen geschrieben, sondern getragen von den Widerständigen, den Rebellinnen und Träumern.
Wind, der uns heimträgt. Roman. Aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke. Peter Hammer 2025
Die Tage kommen und gehen. Roman. Aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke. Peter Hammer 2021
Gesang für die Verlorenen. Roman. Aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke. Peter Hammer 2018
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